wiki.ipfire.org

The community-maintained documentation platform of IPFire

Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


de:installation:start

Herzlich Willkommen

… zur deutschsprachigen Installationsanleitung der IPFire-Firewall.

In diesem Dokument kann man nachlesen, wie bei der Installation vorzugehen ist und was besonders beachtet werden muss. Der Vorgang dauert in der Regel und je nach der Geschwindigkeit des Rechners zwischen 10 und 15 Minuten, worauf dann die Konfiguration folgt.

Wenn sich Fragen ergeben, wendet man sich einfach an das Forum.

Die meisten Einstellungen, die hier erwähnt werden, können problemlos übernommen werden, sind jedoch auch andererseits nur als Vorschlag zu erachten. Zu allererst sollte man jedoch noch einmal in der Download-Section vorbeischauen und eine für die jeweilige Umgebung beste Installationsmethode wählen. Wir beginnen mit der Installation von CD, da diese für die meisten Benutzer zutrifft. Eine Installation per USB-Stick funktioniert im Prinzip wie die von der CD. Eine weitere, sehr einfache Art der Installation ist die PXE-Installation.

Video-Tutorial

Aaron Philpott hat eine Video-Anleitung zur Installation von IPFire erstellt. Diese gibts auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=u7-qKaI78TM (englisch)

Booten von CD

Hat man die CD gebrannt, legt man sie in den Rechner ein, der zum IPFire werden soll und stellt im BIOS entsprechend ein, dass von der Disc gebootet werden soll. Daraufhin erscheint der Bildschirm, wo man zur Auswahl aufgefordert wird. Im Normalfall drückt man hier einfach die Eingabetaste. Wird ein Monitor benutzt, der die Auflösung von 1024×768 nicht unterstützt, sollte man novga eingeben.

Folgende Bootoptionen sind möglich:

Booten vom USB-Stick

Der USB-Stick ist vorher vorzubereiten.

Installiert man von einem USB Stick und will ebenfalls auf ein zweites USB Device installieren, so kann es unter Umständen vorkommen, dass kein gültiges Boot Device vom BIOS gefunden wird. In diesem Fall erstmal vom ersten USB Stick booten und wenn der Begrüßungsbildschirm des Installers auftaucht das zweite USB Device verbinden, dann sollte eine fehlerfreie Installation möglich sein.

Installation

Nach ein paar Sekunden wird eine Sprachauswahl angezeigt. Hier kann die Sprache für die Installation und das Webinterface gewählt werden. Es stehen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch zur Verfügung. Möchte man den IPFire in eine andere Sprache übersetzen, darf man gerne das Entwicklerteam unter „entwickler@ipfire.org“ kontaktieren.

Mit Hilfe der Pfeiltasten und der Eingabetaste wird die Sprache ausgewählt. Im nächsten Dialogfeld erscheint ein Begrüßungsbildschirm in der gewählten Sprache.

Hier wird darauf hingewiesen, dass, wenn man an einer der folgenden Stellen „Abbrechen“ drückt, das Setup nicht fertiggestellt und der PC neu gestartet wird.

Hat man die Lizenzbestimmungen akzeptiert, und mit OK bestätigt, kann mit dem Einrichten der SystemPartition begonnen werden.

Formatieren & Kopieren

Als nächstes wird nochmals darauf hingewiesen, dass alle Daten der Festplatte gelöscht werden und die erste gefundene Festplatte für den IPFire vorbereitet wird.

Es ist zu empfehlen, dass nur die Platte, auf die der IPFire installiert werden soll, angeschlossen ist, um Verwechslungen oder gar Datenverlust auszuschließen.

:

Danach folgt die Auswahl des zu verwendenden Dateisystems. Zur Verfügung stehen ext2, ext3, ext4 und ReiserFS. Die meisten Installationen laufen mit ext4, manche unserer Entwickler sehen ReiserFS für größere Umgebungen besser geeignet. Wenn man weitere Informationen benötigt, kann man diese direkt bei den Entwicklern anfordern.

Jetzt wird die Festplatte endgültig partitioniert und formatiert. Dieser Vorgang dauert je nach Größe der Festplatte ein paar Minuten. Danach wird das System auf die Festplatte entpackt.

Nach dem Kopieren wird die CD ausgeworfen und sollte aus dem Laufwerk entfernt werden.

Der erste Teil der Installation des IPFire ist abgeschlossen, nach einem Reboot können die lokalen Einstellungen vorgenommen werden.


Lokale Einstellungen

Auf den nächsten Bildschirmen werden das Tastaturlayout und die Zeitzone ausgewählt. Bei einer deutschen Installation wird hier „de-latin-nodeadkeys“ und „Europe/Berlin“ voreingestellt und sollte auch übernommen werden.

Hostname & Domain

Ist die Tastatur und Zeitzone gewählt, geht es mit dem „Hostnamen“ weiter. Dies ist der Name, mit dem der IPFire im Netzwerk zu sehen ist. Soll mit VPN´s gearbeitet werden, sind unterschiedliche Namen für jeden IPFire notwendig.

Der Name „gateway“ ist reserviert und darf nicht verwendet werden.

Da eine Domain benötigt wird, wird diese in der folgenden Bildschirmanzeige abgefragt. Bei einer Standardinstallation heißt diese „localdomain“. Wenn Sie eine Domäne besitzen, sollten Sie diese dort eintragen.

Während des Installation-Prozesses wird, für den https-Zugriff (Port 444) auf das WUI, ein selbst-signiertes SSL-Zertifikat automatisch aufgrund des Hostname und der Domain erstellt.

Ändert man später den Hostname und/oder die Domain, muss das SSL-Zertifikat neu erstellt werden.

Passwörter

Ist auch dieses erledigt, geht es mit den Passwörtern weiter.

Hier wird nach dem root-Passwort gefragt. Üblicherweise ist dies nicht gleich dem Admin-Passwort, das im darauf folgenden Dialog abgefragt wird. Lesen sie dazu auch hier.

Netzwerk

siehe auch Netzwerktopologie

Anzahl der Netze

Nun geht es ans Eingemachte: Die Auswahl der Netzwerkkonfiguration. Wie schon in der Vorbereitung beschrieben, sollte man sich im Klaren sein, wie das eigene Netzwerk aussehen soll.

Bei einem Standard-IPFire ist das Green + Red, also 2 Netzwerke. Maximal sind hier 4 Netzwerke möglich - nämlich Green, Blue, Orange und Red.

Red WAN Externes Netzwerk, angeschlossen an das Internet
Green LAN Internes/privates Netzwerk, Local
Orange DMZ Ungesichertes/Server Netzwerk, demilitarisierte Zone
Blue WLAN Wireless Netzwerk, separates Netzwerk für wireless Clients

Zuordnen der Netzwerkkarten

Als nächsten muss den gewählten Netzwerken jeweils eine Netzwerkkarte zugeordnet werden. Eine Ausnahme bildet hier Red. Dort wird für einige Verbindungsarten wie z.B. Modem keine Karte benötigt. Wenn Ihnen bekannt ist, welche MAC-Adresse welcher physikalischen Netzwerkkarte gehört, können Sie sie explizit zuordnen. Wenn nicht, testet man durch einen Ping von einem PC, der „dahinter“ steht, ordnet sie entsprechend zu und vertauscht gegebenenfalls die Netzwerkkabel, bis man eine Antwort des Servers erhält.

Netzwerkadressen

Nun muss man den Netzwerken Adressen zuweisen. Hierbei sollte man nur IP-Adressen aus den für LAN-Netzwerke reservierten Bereichen (RFC 1918) verwenden. Hier stellt man für alle Netze jeweils eine IP-Adresse und die zugehörige Netzmaske ein. Am besten man benutzt hier Standard-IP-Adressen (192.168.x.1 oder 192.168.x.254)

Man darf die IP-Adressen nicht doppelt verwenden. Außerdem dürfen die IP-Adressen der unterschiedlichen Netze nicht im gleichen Netz-Bereich liegen (z.B.: Blue=192.168.2.X, Orange=192.168.1.X, Green=192.168.0.X)

Bei der Installation kann man diese Warnung getrost ignorieren, da sie noch nicht über das Netzwerk zugreifen.

Hier wieder der Spezialfall des Netzwerkes „Red

Hier müssen je nach Verbindungsart die entsprechenden Parameter eingestellt werden. Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrem ISP (Internet Service Provider).

DNS und Gatewayeinstellungen

Als letzter Schritt ist es bei einigen Verbindungsarten nötig, noch die IP-Adresse des Gateways und mindestens eines DNS-Servers anzugeben. Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrem ISP.

DHCP-Server

Als nächstes ist der DHCP-Server für das grüne Netzwerk an der Reihe. Hier brauchen nur ein Sternchen gesetzt und die Anfangs- und Endadresse eingesetzt werden. Hier dürfen wir nicht die IP-Adresse der grünen Netzwerkkarte nutzen und auch nicht die letzte IP-Adresse, da diese für Netzwerkverkehr (Broadcast) reserviert ist, das ist unserem Beispiel 192.168.100.255. Da die wenigsten aber 253 Rechner Zuhause haben, gibt man hier die maximale Anzahl von Rechnern an, die in dem Netzwerk sein werden. Diese Einstellung kann auch später im Webinterface geändert werden.

Ist das geschafft, ist man auch schon am Ende des Setups angekommen. Mit einem Klick auf „OK“ nimmt der IPFire seinen Dienst auf und kann nun über das Webinterface konfiguriert werden.

Kommt man aus irgendeinem Grund nicht über das Web-Interface zur Konfigurationsseite von ipfire, dann kann man sich auch an der Konsole anmelden und mit dem Befehl: setup seine Basis-Konfiguration nochmal überprüfen.

Installation auf einem USB-Device

Soll IPFire auf einem USB-Stick oder auf einer USB-Festplatte installiert werden, so wird der Installer das Gerät als sd(X) erkennen. Nach dem Booten kann es aber vorkommen, dass udev das Device einfach nach ub(X) umbenennt, was in diesem Fall natürlich absolut ungünstig ist, da dann weder die grub.conf noch die fstab korrekt sind. Wenn dieses Problem auftritt, sollte man sich zu allererst den neuen Namen des USB-Devices notieren (meist uba). Anschließend kann man es sich einfach machen und die Installation einfach nochmal starten und bevor der Installer zum Bestätigen des Reboots auffordert, mit ALT+F2 auf die Konsole wechseln. Hier müsste unter /harddisk noch die aktuelle Zielfestplatte eingebunden sein. Jetzt noch in der Datei /harddisk/etc/fstab alles, was sd(x) heißt, nach ub(X) umbenennen. Dasselbe für die Datei /harddisk/boot/grub.conf wiederholen (kann man aber auch per edit beim Booten machen). Jetzt mit ALT+F1 wieder in den Installer wechseln und normal booten.

Die etwas schnellere aber „etwas“ schwierigere Variante ist, den Installer zwar zu starten aber auf die Neuinstallation zu verzichten. Stattdessen mountet man wieder über die Konsole (ALT+F2) die Zielplatten und ändert analog wie oben beschrieben die fstab und grub.conf (Hier sollte man sich mit mount und umount etwas auskennen).

Installation auf Flashkarten (CF/SD/SSD)

Es ist alternativ auch möglich (bei einigen Systemen notwendig), IPFire direkt auf eine Flashkarte zu kopieren. Dafür existieren extra Images. Beispielhaft wird die Installation auf einem Intel- (Alix) und einem Arm- (Dreamplug) System dargestellt. Für andere Systeme kann man ähnlich vorgehen.

Installation auf einem Alix-Board

Die Installation auf einem Alix-Board ist durchaus einen Artikel wert:

Image herunterladen

Als erstes lade das Image für Alix Boards von hier Downloads herunter. Das Image trägt den Namen „ipfire-2.11.2gb-ext2-scon.i586-full-coreXX1).img.gz“. Der Name besagt, dass dieses Image für CF Karten ab 2GB geeignet ist und das Dateisystem ext2 verwendet. Ext2 bietet für CF-Karten den Vorteil, dass die Dateizugriffe minimiert werden, da ext2 keine Journaling-Funktion besitzt.

Mit dem Befehl „md5sum ipfire-2.11.2gb-ext2-scon.i586-full-coreXX.img.gz“ wird eine Kontrollsumme angezeigt. Die Berechnung dauert etwas. In der Zwischenzeit können Sie sich die Datei mit dem gleichen Namen, jedoch am Ende mit „md5“ anzeigen lassen. Ihre Prüfsumme als auch die aus der md5-Datei müssen gleich sein, dann haben Sie die Datei im Originalzustand auf Ihrem Computer.

Image auf CF-Card einspielen

Stecken Sie die CF-Card in Ihren Kartenleser.

Linux

Unter Linux kontrollieren Sie mit „tail -f /var/log/messages“ als welcher Datenträger es erkannt wurde. Wichtig ist ob der Datenträger als sde, sdf, sdc oder ähnlich bezeichnet wird. Aus dieser Anzeige kommen Sie mit Strg+C wieder heraus. Für Windows benötigen Sie das Programm physdiskwrite, hier sollten Sie ebenfalls in der Datenträgerverwaltung nachsehen, als welches Physikalische Laufwerk der Kartenleser anzusprechen ist.

Unter Ubuntu / Kubuntu werden Sie root mit „sudo su -“. In diesem Falle funktioniert ein einfaches „sudo“ nicht, da wir direkt auf die Hardware zugreifen werden. Mit

zcat ipfire-2.11.2gb-ext2-scon.i586-full-coreXX.img.gz > /dev/sdx

wird das Image auf die CF-Card geschrieben. Das sdx ersetzen Sie bitte unbedingt durch das was „tail -f /var/log/messages“ Ihnen mitteilte.

Vorsicht Durch die Wahl des falschen Device-Namens besteht die Gefahr, die System-Platte zu überschreiben!

Windows

Unter Windows starten Sie physdiskwrite 0.52, alternativ über eine GUI, und wählen das Imagefile und Ziellaufwerk aus. WICHTIG: Unter Windows muss die Datei mit der Endung “.img.gz“ erst entpackt werden. Erst danach ist die Datei mit der Endung “.img“ auf die CF Karte zu flashen. Zum entpacken bietet sich das Packprogramm WinRAR an.

Vorsicht Durch die Wahl des falschen Laufwerks besteht die Gefahr, die System-Platte zu überschreiben!

Dieser Vorgang dauert ca. 20 bis 30 Minuten, je nachdem wie schnell Ihr Computer ist. Sollten Sie eine größere CF Karten als 2GB verwenden wird die /var partition beim ersten boot auf die maximale Kartengröße vergrößert.

Das Alix-Board

Stecken Sie die fertig bespielte CF-Card in das Alix-Board hinein. Schließen Sie ein Nullmodem-Kabel an das Alix-Board an und das andere Ende an Ihrem Computer. Auf Ihrem Linux Computer starten Sie das Programm „minicom“, unter Windows entweder Hyperterminal oder Putty und stellen es ein, dass es mit dem Alix-Board kommunizieren kann (Wahl des richtigen Interface nicht vergessen):

In minicom sollten Sie wie folgt navigieren: Strg + A gefolgt von der Taste z führt Sie in das Hauptmenü. Mit O gehen Sie in die Konfiguration und danach in „Einstellungen zum seriellen Anschluss“. Hier sehen Sie die Daten zum seriellen Anschluss. Mit e wählen Sie die Übertragungsgeschwindigkeit aus und zwar 115200 (die Taste E). Nun sehen Sie dass die Baudrate 115200 markiert ist. Drücken Sie nun mehrere Male <Enter> um die Menüs zu verlassen. Bei Hyperterminal oder Putty verfahren Sie analog.

Mit dem Core-Update 56 wurde die Baudrate auf 115200 geändert. Dies muss, wie oben beschrieben, geändert werden, damit die Daten auf dem Ausgabegerät auch richtig dargestellt werden.

Achtung: Das Alix-Board hat eine Default-Einstellung von 38400. Dies sollte im Alix-BIOS geändert werden,um den gesamten Start-Vorgang beobachten bzw. BIOS-Parameter ändern zu können. Das Handbuch von PC Engines beschreibt, was zu tun ist. D.h. beim ersten Start eines neuen Alix-Board muss die Baudrate erst auf 38400 gesetzt werden, um in das BIOS-Menue zu gelangen. Nach Ändern der Baudrate im BIOS und verlassen des Menues im Terminalprogramm wieder auf 115200 wechseln. Es sollten die Bootmeldungen von IPFire erscheinen. Das Aufrufen des BIOS-Menue geschieht am einfachsten durch Drücken des Button S1, neben der CF-Karte, während des Powerup. Der Button ist auch in den Standardgehäusen durch das kleine Loch vorne erreichbar.

Die Konfiguration des IPFire

Schalten Sie das Alix-Board ein und verfolgen Sie das, was auf dem Monitor passiert. Das Alix-Board überträgt das was es meldet auf den seriellen Anschluss und das Terminal-Programm zeigt Ihnen, das was am Computer ankommt.

Sie sehen, dass das Alix-Board startet und dass Linux hochfährt. Beim ersten Start wird die Initramdisk neu aufgebaut und das Setup gestartet, um die grundlegenden Einstellungen durchzuführen. Hier werden Sie nach der Tastaturbelegung und diversem gefragt. Desweiteren ist es wichtig Ihre Netzwerkschnittstellen zu belegen (mit rot, grün, orange und blau).

Der, bildlich gesprochen, rote Anschluss führt ins Internet, wo man sich auch gefährliches einfangen kann. Daher die Farbe Rot als Warnfarbe.

Der grüne Anschluss führt nach innen ins Netzwerk (zum Computer oder Switch). Hier kann gefahrentechnisch nichts passieren, daher die Farbe grün.

Die Farbe Orange zeigt an, dass hier etwas ist, was Aufmerksamkeit erfordert: nämlich Ihr Server, der ohne jeglichen Schutz, vollständig frei nach außen hin angeschlossen ist.

Blau symbolisiert den Himmel… die Luft durch die Ihr Wireless LAN seine Daten überträgt… bis zu 300m Umkreis kann jeder Ihr WLAN sehen und versuchen, einzudringen. Daher ist besonders hier Sorgfalt bei der Konfiguration geboten!

Nun haben Sie die Anschlüsse mit der Funktion belegt, welche sie künftig erfüllen werden.

Als nächstes ist es wichtig, den DHCP-Server zu aktivieren und einzustellen. Beachten Sie, dass der IP-Bereich gleich mit der IP-Adresse des Routers sein muss. Hat der Router die Adresse 192.168.0.1 so ist der IP-Bereich 0 (die vorletzte Zahl). Der IP-Bereich ist sowas wie die Abteilung eines Unternehmens. Eine Abteilung sieht die andere nicht und daher müssen die IP-Bereiche gleich sein. Der DHCP-Server sollte also Adressen von 192.168.0.x bis 192.168.0.y vergeben.

Die Fehlermeldungen beim Neustart nach dem Setup sind normal, da das Setup eigentlich für die CD-Installation gedacht war und die Skripte hier Dienste beenden wollen, die noch nicht gestartet sind.

Geben Sie Strom auf das Gerät, so fährt es wieder ordnungsgemäß hoch und ist nach dem Booten (dem Startvorgang) unter der Adresse erreichbar, die Sie ihm gegeben haben. Für dieses Beispiel setze ich einfach mal voraus dass das die 192.168.0.1 ist. Der Port auf dem der Webserver lauscht, ist der Port 444. Also geben Sie im Browser folgendes ein:

https://192.168.0.1:444

und drücken Enter. Nun erscheint die Weboberfläche. Sie werden aufgefordert, das Zertifikat anzunehmen. Das Zertifikat ist der Beleg, den Ihr Browser benötigt, diesen Webserver als „Vertrauenswürdig“ einzustufen und das Betrachten der Seiten zuzulassen.

Nun können Sie die Webseiten durchgehen und u. a. Ihre Einwahldaten für Ihren Internet-Provider eingeben…

Viel Spaß!

Sollte es nicht möglich sein die Pakfire-Addonliste zu laden, liegt es wahrscheinlich daran, dass die Zeit eures Alix hinterherhängt.

Original aus dem Forum von neuwacom: Diese Problem hatte ich mit meiner IPFIRE auch schon. Dabei hatte ich festgestellt, das die BIOS Systemzeit auf dem Jahr 2000 stand. Offensichtlich war dieser Gap zum Jahr 2010 zu groß. Ich habe mir dann mit Eingabe auf der Console die Systemzeit gesetzt: date –set „05/13/2010 09:45:00“ dabei gilt folgendes Format  mm/dd/yyyy hh:mm:ss danach habe ich mit hwclock –systohc diese Zeit ans Bios übergeben. Seither funktioniert die NTP Synchronisation wieder.

Installation auf einem DreamPlug

Vorbereitung

Zum Aufspielen von IPFire wird zuerst eine SD Karte oder ein USB Drive benötigt. Diese werden dann mit dem Rechner eurer Wahl verbunden. Das IPFire Image sollte spätestens jetzt (von dieser Adresse http://wiki.ipfire.org/en/hardware/arm/kirkwood ziemlich weit unten auf der Seite zu finden) heruntergeladen werden. Dann wird das Image auf die SD Karte oder das USB Drive mit dem folgenden Befehl kopiert (!!! es werden alle darauf befindliche Daten gelöscht !!!).

zcat ipfire-2.11.1gb-ext2-scon.armv5tel-full-core53-beta2.img.gz > /dev/sd?

Wo ist /dev/sd?, dies hängt mit dem zu bespielenden Medium zusammen, ob es /dev/sda, sdb, oder welche Bezeichnung auch immer ist, kann mit dem Befehl

tail -f /var/log/messages 

herausgefunden werden. Nach Eingabe des Befehls muss der Datenträger eingesteckt werden und die Bezeichnung sollte auf dem Display zu finden sein.

Die Grösse der Partition (vorrangig sd?4 = /var) kann entsprechend des Datenträgers mit z.b. GParted angepasst werden.

Somit wäre IPFire auf den Datenträger aufgespielt und die Partitionen entsprechend angepasst. Das DreamPlug bootet nicht automatisch von dem Datenträger. Die nächste Anleitung erklärt diesen Schritt im folgenden Abschnitt.

Boot Setup

Das JTag Modul wird nun mit dem DreamPlug verbunden. Es gibt 2 verschieden Kabel, das eine ist als „JTag“ gekennzeichnet, das andere als „UART“. Der Metallteil des Steckers zeigt nach oben (es gibt eine Plastikführungen an der Unterseite die an die Buchsen vom Dreamplug und dem JTag Modul angepasst sind). Ausserdem kann das mini-usb in das JTag eingesteckt werden, aber es darf noch nicht mit dem Computer verbunden werden.

Man weiss im Vorhinein nicht welcher Port vom JTag benutzt wird, auch hier hilft ein

tail -f /var/log/messages

(syslog kann auch verwendet werden). Nach diesem Schritt kann das JTag Modul mit dem Computer verbunden werden. Jetzt kann man /dev/ttyUSBx sehen wobei x etwas wie 0, 1, sein wird. Dies ist der verwendete Port. Es wird eine Nachricht wie „ftdi_sio“ ausgegeben, was das Linux Modul ist das die Kommunikation mit dem JTag abwickelt.

Jetzt kann minicom mit der Option -s gestartet werden, darauf hin wird das Setup gestartet:

minicom -s

Am besten man tut dies als root sofern die Konfig gespeichert werden soll. Nun wird die serielle Schnittstelle (/dev/ttyUSBx), BPS und parity auf(115200, 8N1) gesetzt, und es muss darauf geachtet werden das die Flow Control auf NONE gesetzt ist ! ←- Sehr wichtig ! Jetzt kann das Setup gespeichert werden (sofern gewünscht), und der Setup Mode kann verlassen werden.

Das DreamPlug kann nun gebootet werden. Nun kann dass DreamPlug mit dem Login Prompt gestartet kann. Der Default Login wird mit dem Benutzer „root“ und dem Passwort „nosoup4u“ authentifiziert.

Das DreamPlug kann nun rebootet werden, sobald „Hit any key to stop autoboot:“ (siehe unten) erscheint,

kann eine Taste gedrückt werden um den autoboot zu stoppen. Wenn dieser Prompt nicht erscheint, müssen obige Schritte noch einmal gemacht werden.

Das System wird dann neugestartet.

U-Boot 2011.06-02334-g8f495d9-dirty (May 31 2011 - 02:06:26)
 Marvell-DreamPlug
 
 SoC:   Kirkwood 88F6281_A0
 CPU running @ 1200Mhz L2 running @ 400Mhz
 SysClock = 400Mhz , TClock = 200Mhz 
 DRAM:  512 MiB
  SF: Detected MX25L1606 with page size 256, total 1 MiB
 In:    serial
 Out:   serial
 Err:   serial
 Net:   egiga0, egiga1
 88E1116 Initialized on egiga0
 88E1116 Initialized on egiga1
 Hit any key to stop autoboot:  0 

Nun sollte man einen Prompt wie diesen sehen:

Marvel>>

Jetzt muss man den Inhalt des Skriptes von http://people.ipfire.org/~arne_f/testing/kirkwood/uboot-env.txt in die Ablage kopieren und es in den Screen kopieren. Dieser Schritt modifiziert nicht die interne SD auf dem Gerät, aber es ändert den Bootloader, somit wird zuerst von dem angehängten USB, als zweites von der eingesetzten SD und zuletzt von der internen SD gebootet.

Nun erscheint wieder der Marvel» Prompt. Wenn der Bootloader getestet werden möchte, kann man einfach

boot 

im Prompt eingeben. Das System wird gebootet, aber bei dem nächsten reboot muss alles noch einmal gemacht werden. Wenn die Änderungen am Bootloader dauerhaft sein sollen, muss

saveenv
boot 

eingegeben werden und bei dem nächsten Boot werden alle Devices wie oben beschrieben abgearbeitet.

Wenn alles richtig eingestellt worden ist, kann man IPFire starten sehen und die Setup Sequenz beginnt.

Hinweis: minicom stellt den Setup Screen nicht wirklich gut dar. Es wurde auch mit VT102 und ANSI ausprobiert was sehr „interessant“ war :-), Putty kann hierfür auch verwendet werden. Wenn schon Erfahrung mit der Installation von IPFire vorhanden ist, sollte es relativ einfach möglich sein herauszubekommen wie es funktioniert. Wie auch immer, man sollte aufmerksam sein wenn die up/down keys gedrückt werden.

Anleitung für das Einrichten des Wlan Access-Point

Installation in vmware esxi_5

1. Installation von VMware ESXi 5

Auf die Grundinstallation von VMware ESXi 5 gehe ich nicht weiter ein, dazu gibt es viel Dokus. Bei der Registrierung erhaltet ihr einen Lizenzschlüssel für eure kopie von VMware.

2. Installation des Clients

im Browser die ip aufrufen, bspw.

https://192.168.0.10

hier das Zertifikat des Servers bestätigen und anschliessend den vSphere Client herrunterladen.

3. Server connect

Nach der Installation des vSphere Clients kann eine Verbindung zum Server hergestellt werden. Als aller erstens sollte der Server Lizenzschlüssel wie folgt eingetragen werden.

4. Netzwerkkonfiguration

Um alle Netze nutzen zu können kann man das Netzwerk wie folgt aufbauen.

in der Gast VM sollten dann die Macadressen manuel vergeben werden.

für diesen Artikel bedankt sich das IPFire-Team bei „moonman“.

Installation als XEN-Image

1) XX steht für die aktuelle Core Nummer
This translation is older than the original page and might be outdated. See what has changed.
Übersetzungen dieser Seite?:
de/installation/start.txt · Zuletzt geändert: 2014/05/26 11:29 von bebima