Addons:Sane
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Was ist sane
Mit dem sane-Addon für den IPFire ist es möglich einen am IPFire, über parallel oder USB angeschlossenen Scanner für das (Heim)-Netzwerk nutzbar zu machen. Den Netzwerkbenutzern wird hierbei die Möglichkeit geboten, über eine PHP-Site oder eine grafische Oberfläche, den Scanner im Netzwerk anzusprechen.
Installation & Konfiguration
Um einen Scanner am IPFire zu betreiben muss zunächst das Addon "sane" über den Pakfire installiert werden. Nach erfolgreicher Installation werden USB-Scanner in der Regel alleine erkannt. Bei einigen muss allerdings die Firmware aus dem Windowstreiber auf den IPFire kopiert werden. Weitere Informationen gibt es in der Dokumentation des jeweiligen Backend (Treiber in der Sane Sprechweise).
/usr/doc/sane.d/*
Bei parallel anfgeschlossenen Scannern muss in der Datei:
/etc/sane.d/dll.conf
Das Kommentarzeichen vor dem Backend entfernt werden. Bei einigen muss zusätzlich noch die Konfigurationsdatei des Backend angepasst werden. Um zu prüfen, ob der eigene Scanner erkannt wurde kann man auf der Konsole folgenden Befehl eingeben:
scanimage -L
Welche Scanner unterstützt werden erfährt man unter: Link
Anwendung
Wird der Scanner angezeigt, kann es auch schon mit dem scannen losgehen. Der Benutzer hat die Wahl einen lokalen Client zu benutzen, der auf der Workstation läuft und sich zum IPFire verbindet oder das mitgelieferte Webinterface zu verwenden.
phpSANE
Beginnen wir mit der Weboberfläche: Bei der Installation des Addon muss das Paket "phpSANE" mit installiert werden um Dokumente über den Webbrowser zu scannen und zu speichern.
Der Aufruf des Webinterfaces erfolgt über die URL: http://192.168.0.1:1003. Wichtig ist hier der Port 1003, der PHPSane ansteuert.
Das Webinterface kommt schlicht und zweckmäßig daher. Alle wichtigen Funktionen sind auf Anhieb verständlich und bedürfen nicht wirklich einer Erläuterung.
Wer nicht immer eine ganze DIN-A4-Seite einscannen möchte, kann auch einen oder mehrere Bildausschnitt(e) nehmen. Dazu klickt man mit der linken Maustaste einmal auf die Auswahl des Vorschaubildes (Anfangsmarkierung). Um das Ende des Ausschnittes zu markieren klickt man ein zweites Mal auf das Vorschaubild (Endmarkierung). Die Werte für den Ausschnitt der zu scannen ist werden auf der linken Seite bei Auswahl angezeigt. Ein Klick auf Scannen scannt den gewählten Ausschnitt. Soll eine ganze A4-Seite gescannt werden muß der Button "DIN-A4" gedrückt werden, auch hier verändern sich die Werte.
Die Auflösung des Scanns kann unter Auflösung DPI manuell geändert werden, möglich sind 5 - 600 DPI.
Ist der Scan-Vorgang abgeschlossen, wird ein Popup geöffnet und der Link zum eingescannten Bild angezeigt. Mit einem Rechtsklick auf den angezeigten Link und der Wahl speichern unter wird das Bild auf den lokalen Rechner gespeichert werden.
Von Zeit zu Zeit sollte der Button Aufräumen benutzt werden. Sane speichert alle Bilder im Ordner /tmp ab, damit dieser nicht voll wird und der IPFire unter Umständen nicht mehr ordnungsgemäß arbeitet, sollte gelegentlich "aufgeräummt" werden.
Windows
Wem die PHP-Oberfläche von sane nicht zusagt, kann auch ein Windows-Programm dafür nutzen. Das Zauberwort heißt hier SaneTwain.
Aktuell liegt SaneTwai in Version 1.27 als stabile Version zum Download bereit.
Nach der Installation muss SaneTwain einmalig eingerichtet werden. Im Dialogfeld wird ledeglich die IP des Scanner-Server eingetragen.
Wer die Sprache umstellen möchte kann dies im Reiter "Programmstart" tun. Auch hier ist eine umfangreiche Erklärung nicht notwendig, jeder Button wird mit "darauf zeigen" erklärt. Als Drucker wird hier der Standarddrucker des Systems benutzt.
Linux
Auch für Linux gibt es eine grafische Oberfläche zum Scannen am IPFire. Das Beispiel bezieht sich hier auf Ubuntu 7.10, ist aber mit allen anderen Distributionen äquivalent.
Um mit Ubuntu und dem IPFire zu scannen sind nur kleine Veränderungen im System notwendig. Alles nötige wird mit dem "XSane-Packet" mitgeliefert und vorinstalliert. Die Systemänderung umfasst zwei Dateien aus dem Verzeichnis /etc/sane.d.
Bei dem hier im Beispiel benutzen "Ubuntu 7.10" ist die Änderung der Datei "dll.conf" nicht notwendig, da hier der Zugriff auf Netzwerkscanner besreits aktiviert ist. Der Vollständigkeit halber möchte ich es aber trozdem erwähnen.
Die Datei "dll.conf" wird mittels
sudo nano /etc/sane.d/dll.conf
bearbeitet, der Eintrag
# enable the next line if you want to allow access through the network: net
sollte nicht auskommentiert sein.
Als Letztes ist die Datei net.conf im selben Verzeichnis zu editieren.
Der Befehl:
sudo nano /etc/sane.d/net.conf
öffnet die Datei mit "Nano". In dieser Datei wird einfach die IP des Scanner-Servers (IPFire) eingetragen. Nach dem speichern der Datei ist "XSane sofort bereit und sollte den Scanner am IPFire ansprechen.Nun kann auch unter Linux mit der grafischen Oberfläche gearbeitet werden.




